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LOGIQ 3 CHAM von ISCAR
Zykluszeit halbiert

ISCAR hat die LOGIQ-Produktfamilien auf den Markt gebracht, um die aktuellen Herausforderungen in der Zerspanung nach mehr Effizienz, der Bearbeitung kleiner Durchmesser und dem vibrationsdämpfenden Schnitt zu meistern. Für das Bohren ist nach intensiver Entwicklungszeit die LOGIQ 3 CHAM-Linie entstanden. Diese verfügt über auswechselbare Köpfe mit drei Schneiden. Dadurch verkürzen Anwender die Zykluszeiten um bis zu 50 Prozent.

Das dreischneidige Werkzeug ermöglicht ein größeres Zeitspanvolumen, muss aber auch höheren Schnittkräften standhalten. LOGIQ 3 CHAM erfüllt diese Anforderungen durch eine sichere Zentrierung und ein weiches Schnittverhalten. Im Vergleich zu einem zweischneidigen Bohrer besitzt eine dreischneidige Variante bei gleichem Durchmesser kleinere Spannuten für den Abtransport der Späne. ISCAR hat für die Wechselkopfbohrer deswegen ein spezielles Design entwickelt.

LOGIQ 3 CHAM besitzt mit der sogenannten „Pagoden-Schneidkante“ ein ungewöhnlich konkaves Profil, das für eine sehr gute Eigenzentrierfähigkeit und stabile Prozesse sorgt. Die besondere Geometrie erzeugt eine optimale Spanform und trägt damit zu einer reibungslosen Abfuhr bei. Darüber hinaus reduziert die 15-Grad-Fase den Verschleiß und verstärkt den Eckenbereich der Bohrköpfe.

Die LOGIQ 3 CHAM-Linie verfügt über eine sogenannte Schwalbenschwanz-Klemmung. Diese Methode verbindet formschlüssig zwischen Bohrkopf und -körper und erleichtert die Handhabung: Verbrauchte Bohrköpfe können schnell und einfach in der Maschine ausgetauscht werden. Die neuen Köpfe sitzen dann so präzise, dass zeitaufwändige Einstellzeiten an der Maschine entfallen: Der Bediener kann direkt weiterarbeiten.

Der schneidende Teil des Werkzeugs ist ein H3P-Bohrkopf aus Hartmetall. Dieser besitzt eine langlebige und präzise gearbeitete Bohrerspitze mit einer speziellen Ausformung, die hohen Schnittkräften problemlos standhält. Bei der Entwicklung mussten die Experten von ISCAR unterdessen einige Hürden nehmen. Mit dem dreischneidigen Konzept verbundene höhere Abspanraten erfordern ein proportional größeres Spannutvolumen für einen weiterhin ungehinderten Spanfluss. Dies wiederum wirkt sich negativ auf die Steifigkeit des Bohrkörpers aus. Mithilfe der Finite-Elemente-Methode fanden die Entwickler schließlich eine Lösung: Spannuten mit variablen Spiralwinkeln. Dies macht einen stabilen Bohrkörper möglich, der hohen axialen Schnittkräften standhält und die dynamische Steifigkeit zusätzlich verbessert. Eine helikale Führungsfase verhindert Spanaufschweißungen zwischen dem Bohrkörper und der zu bearbeitenden Bohrung.

Der Bohrkopfsitz bei LOGIQ 3 CHAM bietet eine große Anlagefläche, die den Schnittdruck während des Prozesses effektiv verteilt. Das Design des Sitzes verhindert plastische Deformationen und erhöht die Temperaturbeständigkeit. Anwender erzielen damit auch unter schwierigen Bearbeitungsbedingungen längere Standzeiten.

Durch die Kombination einer speziellen, pagodenförmigen Schneidengeometrie mit einer zuverlässigen Klemm-Methode und geringen Rüstzeiten hat ISCAR ein effizientes Hochleistungs-Bohrwerkzeug entwickelt, das in den Durchmessern von 12 bis 25,9 Millimetern zur Verfügung steht.
 

Abb. 1


Abb. 2


Abb. 3